CMS // Shop // Relaunch

Websites und Onlineshops, die etwas leisten

Rund 100 Websites, Landingpages und Relaunches. Ein System ist kein Selbstzweck: Entscheidend ist, dass Redaktion, Shop, Warenwirtschaft und Sichtbarkeit danach zusammenspielen statt gegeneinander zu arbeiten.

Reihenfolge

Erst der Ablauf, dann das System

Die meisten Website-Projekte scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern daran, dass die Pflege danach niemand leisten kann, dass die Produktdaten aus einer Quelle kommen, an die niemand gedacht hat, oder dass die neue Seite hübscher ist als die alte und trotzdem weniger Anfragen bringt.

Deshalb steht am Anfang kein Systemvergleich, sondern vier Fragen: Wer pflegt die Inhalte, und wie technisch ist diese Person? Woher kommen Produkt- und Preisdaten, und wie oft ändern sie sich? Was muss angebunden werden, Warenwirtschaft, CRM, Versand, Buchhaltung? Und über welche Suchanfragen sollen Kunden überhaupt hier landen?

Erst wenn diese vier Antworten stehen, fällt die Entscheidung für ein CMS oder Shopsystem. In der Praxis schließt das die Hälfte der Optionen von selbst aus, und die verbleibende Wahl ist dann keine Geschmacksfrage mehr.

Systeme

Womit ich arbeite und wann

Enterprise

TYPO3

Die richtige Wahl, wenn mehrere Länder, mehrere Sprachen und mehrere Redakteure zusammenkommen und Rechte sauber getrennt sein müssen. Für cetrac.com: TYPO3 12, neue Informationsarchitektur, Kategorie- und Produktstruktur, Solr-gestützte Suche im Shop, sieben Sprachversionen im Alleingang geliefert. TYPO3 ist aufwendiger im Aufbau und zahlt sich erst ab einer gewissen Größe aus.

Klassiker

WordPress und WooCommerce

Der schnellste Weg zu einer Seite, die eine Redaktion ohne Technikkenntnisse selbst pflegt. Für Shops bis mittlere Komplexität mit WooCommerce. Entscheidend ist, den Plugin-Wildwuchs zu vermeiden, der WordPress-Seiten nach zwei Jahren langsam und angreifbar macht: wenige, gepflegte Erweiterungen statt zwanzig halb genutzter.

Commerce

Shopify und Shopware

Shops, die verkaufen sollen statt nur zu existieren. Shopify, wenn es schnell gehen und der Betrieb einfach bleiben soll. Shopware, wenn Produktlogik, Preisstaffeln oder B2B-Anforderungen komplexer werden. In beiden Fällen gilt: Ein Shop ist nur so gut wie die Daten, die hineinlaufen.

Weitere

JTL, Webflow, Contao, Headless

Auch JTL-Shop, Webflow, Joomla, Drupal, Contao, Wix, Squarespace und Headless-Setups. JTL, wenn die Warenwirtschaft führend ist. Webflow, wenn Gestaltung im Vordergrund steht und wenig Redaktion nötig ist. Headless, wenn mehrere Kanäle aus einer Quelle bedient werden.

Umzug

Migration und Relaunch

Neue Informationsarchitektur, vollständiger URL-Bestand, Mapping alt auf neu mit 301-Weiterleitungen, Übernahme der Inhalte, die tatsächlich Klicks bringen, hreflang-Konsistenz und Kontrolle in den Wochen danach. Ein Relaunch darf keine Sichtbarkeit kosten, und genau das passiert erschreckend oft.

International

Mehrsprachigkeit

Landes-Adaption statt wörtlicher Übersetzung, eigene Keyword-Recherche je Zielmarkt, konsistente hreflang-Angaben. Sieben Sprachen für cetrac.com, sieben für EasyFlow inklusive Hebräisch mit Rechts-nach-links-Layout. Ich arbeite selbst auf Spanisch, Deutsch und Englisch.

Im Detail

Eigene Seite je System

Zu den vier Systemen, nach denen am häufigsten gefragt wird, gibt es je eine eigene Seite. Dort steht nicht nur, wofür das System taugt, sondern auch, wann ich davon abrate.

WordPress // WooCommerce

WordPress

Der schnellste Weg zu einer Seite, die eine Redaktion selbst pflegt. Ohne den Plugin-Wildwuchs, der WordPress-Seiten nach zwei Jahren langsam macht.

Zu WordPress
Shopware // B2B

Shopware

Für Sortimente mit vielen Varianten, Kundengruppenpreisen und einer führenden Warenwirtschaft. Der Aufwand liegt in den Daten, nicht im Design.

Zu Shopware
Shopify // schneller Start

Shopify

Wenn niemand im Haus einen Shop technisch betreuen soll. Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt die Plattform.

Zu Shopify
TYPO3 // mehrsprachig

TYPO3

Wenn mehrere Länder, mehrere Sprachen und mehrere Redakteure zusammenkommen. Aufwendiger im Aufbau, dafür tragfähig über Jahre.

Zu TYPO3
Relaunch

Der teuerste Fehler ist der unsichtbare

Ein Relaunch ist der Moment, in dem eine Seite ihre über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit verlieren kann, ohne dass es jemand sofort merkt. Die neue Seite sieht besser aus, alle sind zufrieden, und drei Monate später fragt jemand, warum die Anfragen zurückgegangen sind.

Die Ursache ist fast immer dieselbe: Niemand hat vorher erfasst, welche URLs es gab und welche davon Klicks gebracht haben. Die neue Seite hat andere Adressen, die alten laufen ins Leere, und Google fängt bei den betroffenen Seiten von vorn an.

  • Bestandsaufnahme. Alle bestehenden URLs erfassen, mit Klicks, Impressionen und Positionen aus der Search Console. Erst diese Liste zeigt, welche Seiten wirklich etwas leisten.
  • Mapping. Jede alte URL bekommt ein Ziel auf der neuen Seite. Was ersatzlos entfällt, wird bewusst entschieden und nicht übersehen.
  • 301 statt 404. Dauerhafte Weiterleitungen, keine Umleitung aller Altlasten pauschal auf die Startseite, weil Google das als Fehler wertet.
  • Inhalte mitnehmen. Texte, die ranken, werden übernommen und verbessert, nicht aus Designgründen gekürzt.
  • Nachkontrolle. In den ersten Wochen Indexierung, Fehler und Positionen beobachten, damit ein Problem auffällt, solange es klein ist.
FAQ // Systeme und Projekte

Häufige Fragen zu Websites und Onlineshops

Welches CMS ist das richtige für mein Unternehmen?

Das entscheidet nicht die Technik, sondern das Team, das die Seite danach pflegt. Gibt es eine Redaktion mit mehreren Personen und mehreren Sprachen, ist TYPO3 sinnvoll. Pflegt eine Person gelegentlich Texte, ist WordPress schneller am Ziel. Steht der Verkauf im Mittelpunkt, entscheidet die Produktkomplexität zwischen Shopify, Shopware, WooCommerce und JTL. Ich frage deshalb zuerst nach Redaktion, Produktdaten und Schnittstellen und erst danach nach dem System.

Was ist der Unterschied zwischen Baukasten, eigener Umsetzung und Agentur?

Ein Baukasten ist günstig und schnell, solange nichts Besonderes gebraucht wird und niemand Sichtbarkeit verantwortet. Eine Agentur bringt Team und Prozesse mit, kostet dafür Abstimmungsschleifen und Overhead. Die eigene Umsetzung im Haus ist am schnellsten, erreicht aber ihre Grenze bei Projekten, die mehrere Gewerke parallel brauchen. Welcher Weg trägt, hängt davon ab, wer die Seite danach pflegt.

Verliere ich beim Relaunch meine Google-Rankings?

Nicht, wenn vorher jemand die alten URLs erfasst. Genau daran scheitert es aber häufig. Zu einem Relaunch gehören ein vollständiger URL-Bestand, ein Mapping alt auf neu mit 301-Weiterleitungen, die Übernahme der Inhalte, die tatsächlich Klicks bringen, und eine Kontrolle in den Wochen danach. Beim Relaunch von cetrac.com wurde auf diesem Weg die komplette Kategorie- und Produktstruktur neu aufgesetzt.

Können Sie einen bestehenden Shop auf ein anderes System migrieren?

Ja. Eine Migration ist zu zwei Dritteln Datenarbeit und zu einem Drittel Technik: Artikelstamm bereinigen, Varianten und Kategorien neu ordnen, Bilder und Attribute zuordnen, dann erst umziehen. Wer die Daten unbesehen mitnimmt, hat den alten Zustand im neuen System.

Bauen Sie auch mehrsprachige Seiten?

Ja. Für cetrac.com habe ich sieben Sprachversionen im Alleingang aufgesetzt, für EasyFlow sieben Sprachen inklusive Hebräisch mit Rechts-nach-links-Layout. Statt wörtlicher Übersetzung erfolgt eine Landes-Adaption mit eigener Keyword-Recherche je Zielmarkt und konsistenten hreflang-Angaben. Ich arbeite selbst auf Spanisch, Deutsch und Englisch.

Kann ich die Seite danach selbst pflegen?

Das ist das Ziel. Eine Seite, die für jede Textänderung einen Dienstleister braucht, veraltet zwangsläufig. Deshalb wird die Redaktionsstruktur so gebaut, dass die Pflege ohne Technikkenntnisse möglich ist, und auf Wunsch schule ich die Leute ein, die später damit arbeiten.

Unsicher, welches System zu Ihrer Situation passt? Fragen Sie mich, ich ordne das gern ein, auch wenn die Antwort ein anderes System ist.

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