Inventur-App: jedes Handy wird zum Scanner
Als ich gesehen habe, dass sich die Mitarbeiter mit Stift und Zettel aufmachen, um abertausende Einzelteile zu zählen, lief es mir kalt den Rücken runter. Also habe ich mich hingesetzt und die App gebaut.
Selbst entwickelt: Die App macht aus jedem vorhandenen Diensthandy einen Barcode- und Strichcode-Scanner, ohne dass ein einziges Handgerät gekauft werden musste. Mitarbeitererfassung, Standort und Zeiterfassung laufen mit, das Zählprotokoll wird direkt auf dem Handy unterschrieben, und die Zahlen gehen ins Warenwirtschaftssystem. Ergebnis: Jeden Abend steht der Live-Bestand, jeden Morgen wird er auf die Website eingespielt. Aus einer Stichtagsinventur auf Papier ist eine laufende Bestandsführung geworden. Konzept, Entwicklung und Einführung komplett selbst gemacht: 15.162 Artikel im Stamm, 15.161 hinterlegte Barcodes, zwei Lagerstandorte. Seit September 2026 zählt der Lagerleiter damit im Praxistest, die erste komplette Inventur mit der App ist für Januar 2027 angesetzt.
Was im Einzelnen drinsteckt
- Flächeneinteilung des kompletten Lagers, damit jedem Produkt ein genauer Standort zugeordnet ist statt einer ungefähren Ecke; die Flächenschilder tragen QR-Codes, die App liest sie
- Barcode- und Strichcode-Scan über die Handykamera, keine zusätzliche Hardware
- Mitarbeitererfassung, Standort- und Zeiterfassung pro Zählvorgang
- Zählprotokoll digital unterschrieben, direkt auf dem Gerät
- Anbindung an das Warenwirtschaftssystem statt Abtippen aus Zähllisten
- Live-Bestand jeden Abend, automatische Übergabe an die Website am Morgen
- Praxistest im Lager seit September 2026, erste komplette Inventur mit der App im Januar 2027